Weinlexikon: Begriffe mit R
Oxidative Reife- und Aromanote bei lang gereiften Süß- und Likörweinen, erinnert an Nüsse, Karamell und Dörrobst.
Das Gerüst der Traube (Stielgerüst). Bei der Maischegärung sorgen Rappen für zusätzliche Tannine, werden aber meist beim Entrappen entfernt.
Die Weinpflanze (Vitis vinifera), deren Früchte zu Wein verarbeitet werden.
Die mit Reben bepflanzte Anbaufläche eines Weinbergs, Betriebs oder Gebiets, meist in Hektar angegeben.
Wurzelschädling (Phylloxera), der ab dem 19. Jahrhundert Europas Weinberge verwüstete und die Pfropfung auf resistente Unterlagen erzwang.
Das jährliche Beschneiden der Rebe im Winter zur Regulierung von Ertrag und Qualität sowie zur Formgebung des Rebstocks.
Die Sorte der Weinrebe (z. B. Sangiovese, Nebbiolo, Riesling), die Aroma, Struktur und Charakter des Weins maßgeblich prägt.
Die einzelne Weinpflanze mit Wurzel, Stamm und Trieben; Grundeinheit des Weinbergs.
Das Pfropfen einer Edelreiser-Rebsorte auf eine reblausresistente amerikanische Unterlage – seit der Reblauskrise Standard im europäischen Weinbau.
Fehlton bei Sauerstoffmangel während oder nach der Gärung; äußert sich in Noten von faulen Eiern, Zwiebel oder Streichholz und verschwindet oft durch Belüften.
Der Flächenertrag eines Weinbergs (Menge pro Hektar); niedrige Erträge gelten als Qualitätsindikator.
Der nach der Gärung verbliebene unvergorene Zuckergehalt, gemessen in g/l; bestimmt die Geschmacksrichtung von trocken bis süß.
Synonym für Restsüße: der im fertigen Wein verbliebene, nicht zu Alkohol vergorene Zucker.
Italienische Bezeichnung für einen Wein mit gesetzlich längerer Reifezeit (oft im Holzfass) und meist höherem Alkoholgehalt als die Basisversion derselben DOC/DOCG.
Italienischer Roséwein, aus roten Trauben mit kurzem Schalenkontakt gewonnen; entspricht dem deutschen Rosé.
Aus roten Trauben mit nur kurzem Schalenkontakt hergestellter, hellroter bis lachsfarbener Wein zwischen Weiß- und Rotwein.
Roséähnlicher Wein aus dem gemeinsamen Vergären roter und weißer Trauben; bekannteste Form ist der Schillerwein aus Württemberg.
Aus roten Trauben mit Maischegärung (Schalenkontakt) gewonnener Wein, der dabei Farbe und Tannine aus den Schalen aufnimmt.
Erneutes Verkosten eines Weins nach einiger Zeit, um seine Entwicklung im Glas oder über die Reife zu beurteilen.