Weinlexikon: Begriffe mit V
Italienisch für Weinlese bzw. Ernte; auf Etiketten steht der Begriff häufig zusammen mit dem Jahrgang. Der Zeitpunkt der Vendemmia bestimmt maßgeblich Reife, Säure und Zuckergehalt der Trauben.
Italienisch für Spätlese; bezeichnet einen Wein aus überreif und spät gelesenen Trauben. Diese ergeben meist konzentrierte, oft edelsüße oder besonders körperreiche Weine.
Der französisch benannte Reifebeginn, bei dem sich die Beeren verfärben (Weißwein wird gelb-transluzent, Rotwein rötlich-blau) und Zucker einlagern. Ein Schlüsselmoment im Vegetationszyklus des Weinbergs.
Der Prozess, bei dem Hefen den Zucker des Traubenmosts in Alkohol und Kohlensäure umwandeln. Sie ist der zentrale Schritt der Weinbereitung und entscheidet über Alkoholgehalt und Restsüße.
Die Verschneidung, also das gezielte Verschneiden mehrerer Weine oder Rebsorten zu einer Cuvée. Ziel ist ein harmonischeres, ausgewogeneres Gesamtbild als beim reinsortigen Wein.
Beschreibt einen Wein, der zahlreiche Aroma- und Geschmackseben nacheinander offenbart und sich im Glas entwickelt. Ein Qualitätsmerkmal, das Komplexität und Reifepotenzial anzeigt.
Italienischer Dessertwein aus der Toskana, gekeltert aus getrockneten (angetrockneten) Trauben und lange in kleinen Fässern gereift. Traditionell zu Cantuccini-Mandelkeksen gereicht.
Der gesamte Prozess der Weinbereitung von der gelesenen Traube bis zum fertigen Wein, einschließlich Gärung, Ausbau und Abstich. Auch Vinifizierung genannt; die Methode prägt Stil und Qualität entscheidend.
Italienisch für Wein und zugleich die einfachste EU-Weinkategorie ohne Herkunftsangabe. Ersetzt die frühere Bezeichnung Vino da Tavola als unterste Stufe.
Italienisch für Tafelwein, die frühere unterste Qualitätsstufe ohne geschützte Herkunft. Historisch bedeutsam, weil unter dieser Kategorie einst hochwertige Super-Tuscans vermarktet wurden.
Toskanische DOCG-Appellation rund um die Stadt Montepulciano, überwiegend aus der Rebsorte Sangiovese (lokal Prugnolo Gentile). Ergibt kräftige, langlebige Rotweine mit feiner Struktur.
Italienischer Jungwein, der noch im Erntejahr auf den Markt kommt, meist per Kohlensäuremaischung erzeugt. Das Pendant zum französischen Beaujolais Nouveau, frisch und fruchtbetont zu trinken.
Die europäische Edel-Weinrebe, aus der nahezu alle bekannten Qualitätsrebsorten stammen. Sie liefert die aromatisch hochwertigsten Trauben und wird weltweit für den Qualitätsweinbau kultiviert.
Ein Wein mit viel Körper, Extrakt und Alkohol, der den Gaumen füllig und dicht ausfüllt. Das Gegenteil von schlank oder dünn; typisch für kräftige, reife Rotweine.
Bezeichnet Trauben oder Wein bei optimaler physiologischer Reife, mit ausgereiften Tanninen und Aromen sowie ausgewogenem Zucker-Säure-Verhältnis. Grundlage für gehaltvolle, harmonische Weine.