Weinlexikon: Begriffe mit S
Grundgeschmack, der dem Wein Frische, Struktur und Haltbarkeit verleiht; vor allem Wein-, Äpfel- und Milchsäure. Zu viel wirkt spitz, zu wenig flach.
Siehe malolaktische Gärung: der biologische Abbau der harten Apfelsäure zu milderer Milchsäure, der den Wein weicher macht.
Oberbegriff für kohlensäurehaltige Weine mit deutlichem Überdruck (mind. 3 bar), zu denen Sekt, Champagner, Spumante und Cava zählen.
Württemberger Spezialität; ein Rotling aus gemeinsam gekelterten roten und weißen Trauben.
Klärungsverfahren, bei dem Hilfsstoffe (z. B. Bentonit, Eiweiß) Trubstoffe binden und zum Absinken bringen, um den Wein zu klären und zu stabilisieren.
Metallverschluss (Stelvin) als Alternative zum Korken; verhindert Korkfehler und eignet sich besonders für frische, früh zu trinkende Weine.
Schwefeldioxid (SO₂) als wichtigstes Konservierungsmittel im Wein; schützt vor Oxidation und unerwünschten Mikroorganismen. Siehe Sulfite.
Deutsche und österreichische Bezeichnung für Qualitätsschaumwein mit mindestens 3 bar Überdruck, hergestellt in Flaschen- oder Tankgärung.
Auslese der besten Trauben oder Partien; auch geschützter Begriff für trockene Spitzenweine bestimmter deutscher Anbaugebiete.
Ausgebildete Fachkraft für Weinservice und -beratung in der Gastronomie, zuständig für Weinkarte, Einkauf und Speisenempfehlungen.
Prädikatsstufe für Weine aus spät und damit reifer gelesenen Trauben mit höherem Mostgewicht; kann trocken bis edelsüß ausgebaut sein.
Vergärung allein mit den natürlich auf Trauben und im Keller vorhandenen Wildhefen, ohne Zusatz von Reinzuchthefen; gilt als komplexer, aber risikoreicher.
Italienischer Schaumwein mit vollem Überdruck (mind. 3 bar), z. B. Franciacorta, Prosecco Spumante oder Asti; Gegenstück zu Frizzante (Perlwein).
Weinberg mit starker Hangneigung (über 30 %), der nur mühevoll von Hand zu bewirtschaften ist, aber oft besonders ausdrucksstarke Weine liefert.
Zusammenspiel von Säure, Tannin, Alkohol und Extrakt, das dem Wein Gerüst, Körper und Balance verleiht.
Schwefelverbindungen (aus zugesetztem oder gärungsbedingtem SO₂); ab 10 mg/l kennzeichnungspflichtig als Hinweis 'enthält Sulfite'.
Italienischer Zusatz zu einer DOC/DOCG für Weine mit höherem Mindestalkohol und oft strengeren Ertrags- oder Reifevorgaben als die Basisstufe.
Unvergorener, sterilisierter Traubenmost, der einem trockenen Wein vor der Füllung zugesetzt wird, um Restsüße und Fruchtigkeit einzustellen.