Weinlexikon: Begriffe mit K
Niedrigste Prädikatsstufe der deutschen Prädikatsweine, aus vollreifen Trauben mit geringem Mostgewicht; ergibt meist leichte, feine und alkoholarme Weine.
Kalk- bzw. kalkhaltiger Boden, der Wasser gut speichert und Weinen oft Mineralität, Finesse und Frische verleiht; geschätzt u. a. für Chardonnay und Nebbiolo.
Vor der Gärung durchgeführtes kühles Einmaischen der Rotweintrauben, um schonend Farbe und Fruchtaromen aus den Schalen zu lösen, bevor die alkoholische Gärung beginnt.
Schützende Hülle aus Metall, Kunststoff oder Wachs über Flaschenhals und Korken, die Verschluss und Etikettierung abrundet und früher vor Schädlingen schützte.
Gefäß aus Glas oder Kristall zum Umfüllen (Dekantieren/Karaffieren) des Weins; belüftet junge Weine und trennt alte Weine vom Depot.
Das Umfüllen eines Weins in eine Karaffe, um ihn zu belüften und zu öffnen; besonders bei jungen, tanninreichen Rotweinen zur Aromenentfaltung eingesetzt.
Fachlich verantwortliche Person im Weinkeller, die Vinifikation, Ausbau und Reifung des Weins leitet und maßgeblich Stil und Qualität prägt.
Verbreitetes Fruchtaroma in Rotweinen: von heller, saftiger Kirsche (z. B. Sangiovese) bis zu dunkler, reifer Schwarzkirsche in kräftigen Rotweinen.
Vorgang, bei dem Trübstoffe aus dem Wein entfernt werden, etwa durch Schönung, Sedimentation oder Filtration, um einen klaren, stabilen Wein zu erhalten.
Gesamtheit der Wetterbedingungen einer Weinbauregion; man unterscheidet Makro-, Meso- und Mikroklima, die Rebsortenwahl, Reife und Weinstil bestimmen.
Steigende Temperaturen verschieben Lesezeitpunkte nach vorne, erhöhen Alkoholgehalte und Zucker und lassen neue Anbaugebiete entstehen, während klassische Regionen mit Trockenheit und Hitze umgehen müssen.
Vegetativ vermehrte, genetisch identische Nachkommen einer ausgewählten Mutterrebe; Klonselektion dient der Steigerung von Qualität, Ertrag oder Krankheitsresistenz innerhalb einer Rebsorte.
Bei der Gärung entstehendes oder zugesetztes Kohlendioxid, das für das Perlen von Schaum- und Perlweinen sorgt; ein Restanteil kann junge Weißweine frischer wirken lassen.
Macération carbonique: Gärung ganzer, unzerkleinerter Trauben in CO2-Atmosphäre, die fruchtige, weiche und tanninarme Rotweine ergibt; typisch für Beaujolais und junge Trinkweine.
Qualitätsmerkmal eines Weins mit vielschichtigen, sich wandelnden Aromen und Geschmackseindrücken; komplexe Weine wirken tiefgründig und bleiben über die Zeit im Glas spannend.
Dichte und Intensität von Frucht, Extrakt und Aroma in einem Wein; hohe Konzentration entsteht meist durch niedrige Erträge und vollreifes Traubengut.
Traditioneller Flaschenverschluss aus der Rinde der Korkeiche, der eine minimale, reifefördernde Sauerstoffzufuhr erlaubt; kann jedoch Ursache des Korkschmeckers sein.
Weinfehler durch die Substanz TCA (Trichloranisol), der einen muffigen, nach nassem Karton oder Keller riechenden Ton verursacht und die Fruchtaromen dämpft; umgangssprachlich 'Kork'.
Empfinden von Gewicht und Fülle des Weins am Gaumen, wesentlich bestimmt durch Alkohol, Extrakt und Glycerin; man unterscheidet leichte, mittlere und vollmundige (körperreiche) Weine.
Im Weinbau als Kupferpräparat (u. a. Bordeaux-Brühe) gegen Pilzkrankheiten wie den Falschen Mehltau eingesetzt; im Wein kann Kupfer als Fehlton oder zur Behebung von Böckser eine Rolle spielen.