Weinlexikon: Begriffe mit W
Eine geografisch abgegrenzte Region mit typischen Boden-, Klima- und Rebsortenbedingungen, oft rechtlich als Anbaugebiet definiert. Sie prägt Stil und Herkunftscharakter der dort erzeugten Weine.
Die mit Reben bepflanzte Anbaufläche, oft in Hanglage zur besseren Besonnung und Drainage. Lage, Boden und Ausrichtung des Weinbergs bestimmen den Charakter des Weins (Terroir).
Ein Betrieb, der eigene Reben anbaut und den Wein selbst erzeugt und abfüllt. Auf Italienisch entsprechen dem Begriffe wie Azienda Agricola, Tenuta oder Fattoria.
Die Ernte der reifen Trauben, je nach Ziel von Hand oder maschinell durchgeführt. Zeitpunkt und Sorgfalt der Lese beeinflussen Reife, Gesundheit der Trauben und Weinqualität maßgeblich.
Die wichtigste natürliche Säure der Traube, die dem Wein Frische, Struktur und Haltbarkeit verleiht. Bei niedrigen Temperaturen kann sie als Weinstein auskristallisieren.
Harmlose kristalline Ablagerungen (Kaliumtartrat) aus der Weinsäure, die sich bei Kälte am Korken oder Flaschenboden bilden. Kein Qualitätsmangel, sondern eher ein Zeichen schonender Behandlung.
Ein deutscher Roséwein, der aus einer einzigen roten Rebsorte gekeltert wird und mindestens Qualitätsweinniveau erreicht. Hell in der Farbe, fruchtig und meist frisch im Geschmack.
Wein aus dem gepressten Saft meist weißer Trauben, der ohne oder nur mit kurzem Schalenkontakt vergoren wird. Reicht von knochentrocken-frisch bis edelsüß und wird oft gekühlt getrunken.
Der Fachmann, der Reben anbaut, pflegt und daraus Wein erzeugt. Auf Italienisch Vignaiolo oder Viticoltore; ein Winzer, der auch selbst abfüllt, prägt Stil und Handschrift des Weins.
Beschreibt einen sehr kraftvollen, massiven Wein mit hohem Alkohol, viel Extrakt und dichter Struktur. Positiv gemeint bei großen Rotweinen, kann aber auch fehlende Eleganz andeuten.
Aromen von Gewürzen wie Pfeffer, Nelke, Zimt oder Lakritz, die durch Rebsorte, Terroir oder Fassausbau entstehen. Würze verleiht dem Wein Komplexität und Charakter.