Weinlexikon: Begriffe mit L
Genau abgegrenztes Weinbergsgebiet mit einheitlichen Boden- und Klimabedingungen; Einzellagen prägen den individuellen Charakter eines Weins und sind Grundlage vieler Herkunftsklassifikationen.
Fähigkeit eines Weins, über Jahre positiv zu reifen und an Komplexität zu gewinnen; sie hängt von Säure, Tannin, Zucker, Alkohol und Extrakt sowie der Lagerbedingungen ab.
Aufbewahrung von Wein unter idealen Bedingungen – kühl, dunkel, konstant temperiert, leicht feucht und erschütterungsfrei –, um Reifung und Qualitätserhalt zu gewährleisten.
Leichter, meist roter und oft halbtrockener Perl- bzw. Schaumwein aus der gleichnamigen Rebsorte in der Emilia-Romagna; frisch, fruchtig und ein klassischer Alltagswein Norditaliens.
Dauer, über die Aromen und Geschmack nach dem Schlucken am Gaumen anhalten (Abgang); ein langer Nachhall gilt als Zeichen hoher Weinqualität.
Klärung des Weins durch natürliches Absetzen von Trubstoffen (Sedimentation) und anschließendes Abziehen des klaren Weins vom Depot.
Süßungs- und Färbereserve in einigen Likörweinen; bei Marsala etwa sorgt gekochter Most (Mosto cotto) für Farbe und typische Karamellnoten.
Hefetrub (frz. 'lie'), der nach der Gärung am Fass- oder Tankboden absetzt; der Ausbau auf der Hefe (sur lie) verleiht dem Wein mehr Cremigkeit, Textur und Aromen.
Ernte der reifen Weintrauben; sie kann von Hand oder maschinell erfolgen und ihr Zeitpunkt bestimmt Reifegrad, Zucker- und Säurewerte und damit den Weinstil entscheidend mit.
Die geernteten Trauben, die zur Weinbereitung in den Keller gelangen; Qualität und Gesundheit des Leseguts sind Grundlage für die spätere Weinqualität.
Traditioneller deutscher, meist milder bis lieblicher Weißwein aus dem rheinhessischen/pfälzischen Raum; historisch ein Exportschlager, heute Sinnbild einfacher Süßweine.
Geschmacksangabe für Weine mit deutlich wahrnehmbarer Restsüße (etwa 18–45 g/l Restzucker), zwischen halbtrocken und süß angesiedelt.
Aufgespriteter Wein mit erhöhtem Alkoholgehalt (15–22 % vol.), bei dem die Gärung durch Zugabe von Weinbrand gestoppt oder ergänzt wird; Beispiele sind Marsala, Portwein und Sherry.
Häufige Aromanote in frischen Weißweinen, von Zitrone und Limette bis Grapefruit; Zitrusnoten deuten auf lebendige Säure und kühle Herkunft hin.
Lyra-Erziehung: geteilte Laubwand-Erziehungsform in V-Form, die die Blattfläche und Sonneneinstrahlung erhöht und so Reife und Traubenqualität verbessert.
Frischer, mineralischer Weißwein vom Südufer des Gardasees (DOC), aus der Rebsorte Turbiana (lokaler Trebbiano); zeigt Zitrus, Mandel und Reifepotenzial und ist ein Klassiker Norditaliens.