Weinlexikon: Begriffe mit P
Verfahren, bei dem Trauben am Stock oder auf Matten getrocknet werden, um Zucker und Aromen für Süßweine zu konzentrieren.
Italienische Weinart aus antrockneten, rosinierten Trauben; ergibt konzentrierte, meist süße bis edelsüße Weine wie Recioto oder Vin Santo.
Traditionelles italienisches Erziehungssystem, bei dem die Reben auf einem überkopf gespannten Gerüst wachsen; verbreitet u. a. in Trentino und Südtirol.
Italienisch-französischer Begriff für das feine Aufsteigen der Kohlensäurebläschen im Schaumwein; feine, anhaltende Perlage gilt als Qualitätsmerkmal.
Leicht schäumender Wein mit geringerem Kohlensäuredruck als Schaumwein (unter 2,5 bar), z. B. Frizzante oder Secco.
Maß für die aktive Säurestärke des Weins; niedrige pH-Werte bedeuten mehr Frische, bessere Farbe und höhere mikrobielle Stabilität.
Gruppe von Pflanzeninhaltsstoffen aus Schalen, Kernen und Stielen (Tannine, Farbstoffe), die Farbe, Struktur, Bitterkeit und Haltbarkeit prägen.
Die Reblaus, ein wurzelsaugender Schädling, der Ende des 19. Jahrhunderts die europäischen Weinberge verwüstete; seither meist Pfropfung auf resistente Amerikaner-Unterlagen.
Nordwestitalienische Weinregion am Fuß der Alpen; Heimat von Barolo, Barbaresco, Barbera und Moscato d'Asti.
Untertauchen (Stampfen) des während der Gärung aufsteigenden Tresterhuts, um Farbe und Tannine gleichmäßig zu extrahieren.
Pilzwiderstandsfähige Neuzüchtungen (z. B. Regent, Solaris), die weniger Pflanzenschutz benötigen und den nachhaltigen Weinbau fördern.
Sammelbegriff für phenolische Verbindungen wie Tannine und Anthocyane; verantwortlich für Farbe, Adstringenz und antioxidative Eigenschaften des Weins.
Aufgespriteter, meist süßer Likörwein aus dem portugiesischen Dourotal, dessen Gärung durch Weinbrandzugabe gestoppt wird (Ruby, Tawny, Vintage).
Höchste deutsche Güteklasse für Weine aus unangereichertem Most; unterteilt nach Mostgewicht in Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein.
Abpressen von Saft bzw. Wein aus Trauben oder Trester; die Härte der Pressung beeinflusst Menge und Gerbstoffgehalt des gewonnenen Presswanns.
Der durch Abpressen der Maische gewonnene, gerbstoffreichere Wein, im Unterschied zum frei ablaufenden Vorlaufwein (Seihmost).
Junger Wein, der bereits wenige Wochen nach der Ernte verkauft wird (z. B. Beaujolais Primeur); auch Bezeichnung für den Verkauf als Fassware (En Primeur / Subskription).
Rote süditalienische Rebsorte, vor allem in Apulien; ergibt kräftige, alkoholreiche, fruchtsüße Rotweine und ist genetisch mit dem Zinfandel identisch.
Italienischer Schaum- oder Perlwein aus der Rebsorte Glera in Venetien und Friaul; nach der Tankgärung (Methode Charmat/Martinotti) hergestellt, fruchtig-frisch.
Herkunft und Nachvollziehbarkeit eines Weins bzw. der Lagergeschichte einer Flasche; besonders bei Sammler- und Auktionsweinen wertbestimmend.
Pétillant Naturel: Schaumwein nach der Méthode Ancestrale, bei der die erste Gärung in der Flasche beendet wird, ohne Zusatz von Dosage.
Französisch für leicht perlend; bezeichnet Weine mit sanfter, feiner Kohlensäure unterhalb der Schaumweinschwelle.